Eine Betrachtung über Sinnsuche, stille Sehnsüchte, die Heilkraft tiergestützter Retreats und die Keimzelle für mehr. Und warum Esel so gute Begleiter sind.


Zwischen Funktionieren und innerem Rufen: Die Lebensrealität vieler Frauen

Viele Frauen zwischen Mitte 30 und Mitte 50 stehen heute an einem Punkt, an dem sie sich fragen:


„War das schon alles?“


Sie haben sich über Jahre hinweg bewährt – als Partnerin, Mutter, Unternehmerin, Führungskraft

oder stille Kümmerin im Hintergrund. Sie sind leistungsfähig, empathisch, verlässlich. Und dennoch: In der Tiefe regt sich eine leise Unruhe.

Es ist kein Drama. Kein Zusammenbruch. Sondern eine subtile Verschiebung der inneren Wahrnehmung.



Die äußeren Rollen beginnen zu rutschen, das bisherige Selbstbild bröckelt leicht.
 Und darunter wird eine alte, ursprüngliche Sehnsucht spürbar – nach Sinn, Stimmigkeit und Selbstverbindung.


Was hier erwacht, ist kein Defizit. Es ist der Ruf nach einer Rückverbindung mit dem, was wir alle

in uns tragen – einem stillen Grundvertrauen ins Leben.


Man nennt es auch: Urvertrauen.


Was Frauen in dieser Phase wirklich suchen – und selten finden

In dieser Lebensphase geht es nicht mehr darum, mehr zu leisten oder zu optimieren.


Es geht um eine neue Qualität von Tiefe:


  • Sich selbst ehrlich begegnen – jenseits von Masken und Erwartungen
  • In Beziehung treten – mit sich, mit dem Körper, mit der inneren Stimme
  • Erkennen, was wirklich nährt, trägt und Bedeutung hat


Viele Frauen sehnen sich nach Räumen, in denen sie nicht „funktionieren“ müssen, sondern

einfach da sein dürfen – mit all ihren Facetten.


Die klassische Wellness-Auszeit greift hier zu kurz.


Sie braucht etwas anderes:


Einen Ort, der natürlich, wahrhaftig und klar  ist.


Einen Erfahrungsraum, der die Seele berührt und zugleich die Eigenverantwortung stärkt.


Einen Rahmen, der weich genug ist, um zu halten – und klar genug, um zu wandeln.


Warum Urvertrauen? Und warum jetzt?

Urvertrauen ist das tief verwurzelte Gefühl, dass das Leben in seiner Tiefe wohlwollend ist.


Dass ich richtig bin – auch wenn ich nichts tue.


Dass ich getragen bin – auch wenn ich zweifle.


Dass ich mich zeigen darf – ohne mich anzupassen.


Dieses innere Grundgefühl ist in unserer westlich geprägten Gesellschaft oft früh überlagert worden –

durch Anforderungen, Leistung, Anpassung und emotionale Überlebensstrategien.


Gerade Frauen haben gelernt, andere zu halten – aber nicht sich selbst.


Sie sind Meisterinnen des Einfühlens, aber oft entfremdet vom eigenen Spüren.


Ein Retreat, das sich explizit dem Thema Urvertrauen widmet, trifft damit den Nerv unserer Zeit.


Denn in einer Welt voller Reize, Rollen und Selbstoptimierung ist es revolutionär, einfach zu sein –

und sich selbst wieder zu vertrauen.


Was Frauen anspricht: Esel, Natur & Begegnung auf Augenhöhe

Die meisten Frauen, die sich zu einem solchen Retreat hingezogen fühlen, eint ein inneres Feingefühl.


Sie suchen nicht nach schnellen Lösungen, sondern nach echten Impulsen.


Sie sind offen für Naturverbindung, für intuitive Begegnung, für persönliche Tiefe.


Was sie berührt, ist keine perfekte Inszenierung – sondern das Echte, Unverstellte, Stille.


Daher ist die Kombination aus folgenden Elementen besonders wirksam:


 Eselbegegnungen – Resonanz statt Erwartung


Esel spiegeln uns auf eine Weise, die still und kraftvoll zugleich ist.


Sie folgen nicht Autorität, sondern Echtheit.


Sie zeigen deutlich, was in uns präsent ist – und was wir versuchen zu verbergen.


Für viele Frauen ist diese tierische Rückmeldung ein Schlüsselmoment:


Nicht, weil sie bewertet – sondern weil sie ehrlich und urteilsfrei ist.


Gerade in einer Zeit, in der viele Frauen sich emotional „erschöpft angefasst“ fühlen, wirkt die

Präsenz eines Esels wie ein Anker in der inneren Wahrheit.


 Natur & Erdung – Körper als Zugang zum Vertrauen


Die Verbindung mit Pflanzen, Erde, Wasser und Himmel ist nicht dekorativ – sie ist regulierend.
Neurobiologisch betrachtet, hilft die Natur, das Nervensystem zu beruhigen und in den sogenannten „ventralen Vaguszustand“ zu kommen – dort, wo soziale Verbindung, Kreativität und Vertrauen  wieder möglich werden.


Das Sammeln von Wildkräutern, Barfußgehen über die Wiese oder das Zubereiten einer einfachen Mahlzeit in Stille – all das sind Rituale der Rückverbindung.


 Gemeinschaft unter Frauen – ehrlich, ungeschminkt, tief


Frauen heilen in Gemeinschaft.
Nicht im Vergleich – sondern im gesehen werden.


Das Retreat schafft bewusst einen Raum, in dem jede Frau mit ihrer Geschichte willkommen ist –

ohne Bewertung, ohne Konkurrenz.


Im Kreis, am Feuer, im geteilten Schweigen entsteht das, wonach viele sich sehnen:


Wertfreie Resonanz.


Coaching mit Tiefe: Warum Struktur hilft, in sich selbst anzukommen

Neben Intuition braucht Transformation auch Struktur.


Deshalb sind in diesem Retreat auch fundierte Coaching-Elemente verankert:


  • Die Einbindung in Lebensgesetze wie Resonanz & Anziehung –  als Landkarte innerer Ausrichtung
  • Das Lebensrad als Werkzeug zur Standortbestimmung: Was will gelebt werden? Was darf gehen?
  • Reiki-Erfahrung (nach Grad II) auf der Eselweide – eine tiefe Körper-Seelen-Integration
  • Kreative Rituale, in denen das Erlebte sichtbar, greifbar und integrierbar wird


Diese Methoden bieten eine klare, liebevoll geleitete Struktur – sie ermöglichen Orientierung ohne Dogma  und fördern Selbstverantwortung ohne Druck.


Vom Urvertrauen zur Neuausrichtung – wie das Retreat zur Weggabelung wird

Frauen begegnen in diesem sicheren Raum nicht nur ihrer inneren Wahrheit –
sie begegnen auch dem 
ungelebten Potenzial in sich.

Und manchmal reicht ein Wochenende, um:

  • den Mut zu fassen, den Herzenswunsch beruflich zu verwirklichen
  • eine Entscheidung zu treffen, die schon lange in der Luft liegt
  • sich innerlich zu committen, die eigene Berufung ernst zu nehmen
  • den ersten Impuls für eine Selbstständigkeit, ein Coaching-Ausbildungsjahr oder einen Branchenwechsel zu empfangen
  • oder auch nur: sich selbst als wertvoll genug zu erkennen, den nächsten Schritt zu wagen


Das Retreat als Keimzelle für mehr

Du darfst dieses Retreat ganz selbstverständlich auch als spirituelle und energetische Geburtsstätte für Deine neuen Wege verstehen.
Denn was Du erfährst, ist nicht „nur“ energetisch positive  Aufladung, sondern 
ein Container für Transformation.

Du entscheidest, wie tief Du gehen wirst –
doch Du darfst den Horizont öffnen:

„Vielleicht ist dieses Wochenende genau der Impuls, der Deine neue Ausrichtung vorbereitet.
Nicht durch Push – sondern durch Klarheit. Nicht durch Aktionismus – sondern durch echte Verbindung.
Manchmal genügt ein Blick in die Augen eines Esels, um zu erkennen, worum es wirklich geht.“


💎 Danach warten konkrete Möglichkeiten zur Weiterführung

  • Teilnahme an einem Folgeprogramm (z. B. Business Mentoring für naturverbundene Frauen)
  • 1:1-Coaching zur beruflichen Neuausrichtung
  • Eintritt in einen Jahreskreis / Frauen-Netzwerk
  • Empfehlung für vertiefende Ausbildungen (UPLIFT, Coaching, Tiergestützte Arbeit…)
  • Impuls-Session nach dem Retreat, um den „Samen“ in die Umsetzung zu bringen



Fazit: Warum dieses Retreat genau in dieser Zeit richtig ist

In einer Zeit der Unübersichtlichkeit braucht es Räume, die Klarheit UND Weichheit verbinden.


Frauen in der Lebensmitte tragen einen enormen Erfahrungsschatz in sich – und oft ebenso viel

ungehörte Sehnsucht.


Sie suchen nicht nach einer Anleitung, sondern nach einer Rückverbindung zu ihrer eigenen Stimme.


Genau hier setzt das Retreat an:


Durch die Begegnung mit Eseln.


🌿  Durch die Kraft der Natur.


🌀 Durch Coaching, das begleitet statt belehrt.


🔥 Durch Gemeinschaft, die trägt statt fordert.


Es ist keine Auszeit vom Leben.


Es ist eine Einladung ins Wesentliche.


Nächster Termin & Anmeldung

Das nächste Frauen-Retreat „HerzRaum öffnen & Urvertrauen entfalten“ findet vom 
27.–29. Juni 2025 im Welterbe Oberes Mittelrheintal statt.



👉 Alle Informationen & Anmeldung findest Du  hier

Die Plätze sind bewusst begrenzt, um Intimität und Tiefe zu ermöglichen.

 
Wenn Du beim Lesen gespürt hast: Das spricht mich an – dann ist jetzt der Moment, Dich selbst zu

beschenken.


Mit Zeit. Mit Präsenz. Mit Vertrauen.


Ich freue mich auf Dich!


In Tiefe, Klarheit und Langohrenliebe,


Petra Buchholz

Coachin. Naturverbundene Impulsgeberin. Hüterin heilender Räume.


von Petra Buchholz | parequus 15. Januar 2026
Grasen als Indikator eines regulierten Nervensystems bei Pferden und Eseln Ventral-vagale Aktivierung: Warum Grasen Entspannung signalisiert Wenn ein Pferd oder Esel in Ruhe den Kopf senkt und anfängt zu grasen, ist das meist ein gutes Zeichen. In diesem Moment dominiert der parasympathische Teil des autonomen Nervensystems – insbesondere die ventral-vagale Aktivierung, die laut der Polyvagal-Theorie für Sicherheit, soziale Bindung und Entspannung steht 1 . Stephen Porges beschreibt, dass Säugetiere im ventral-vagalen Zustand in der Lage sind zu „Rest-and-Digest“ – also in Ruhe zu fressen, zu verdauen und sich zu erholen 1 . Ein Pferd, das friedlich auf der Weide grast, signalisiert demnach, dass es sich sicher fühlt und sein Nervensystem im Ruhemodus arbeitet. In der Fachliteratur wird sogar von den „3 F“ gesprochen: “freedom, friends and forage” – also Freiheit, Freunde und Futter – die bei einem vorherrschenden ventral-vagalen bzw. niedrigtonischen parasympathischen Zustand möglich sind 1 . Grasen und Kauen sind dabei sichtbare Zeichen dieser Entspannung. Pferde zeigen oft ein sogenanntes Lick-and-Chew-Verhalten (Lippenlecken und Kauen), wenn sie von einer Stress- in eine Entspannungsreaktion wechseln 2 . Dies geschieht reflexartig , weil beim Umschalten vom Sympathikus (der Kampf-oder-Flucht-Reaktion) auf den Parasympathikus (Ruhe- und Erholungsmodus) vermehrt Speichel produziert wird – das Maul wird wieder feuchter, und das Pferd beginnt zu lecken und zu kauen 2 . Dieses Verhalten ist also ein physiologisches Anzeichen dafür, dass sich der Körper entspannt. Fachleute betonen, dass es sich dabei nicht – wie früher manchmal angenommen – um ein reines Unterwerfungs- oder Dominanzsignal handelt, sondern vielmehr um ein Zeichen dafür, dass das Tier Stress abbaut und sein Nervensystem sich beruhigt 3 . Sobald Pferd oder Esel sich sicher fühlen, können sie wieder in Ruhe fressen – ein deutliches Signal für einen regulierten Zustand. Vagusnerv und Herzfrequenzvariabilität: Die Rolle der Physiologie Die biologische Basis hinter diesem entspannten Grasen ist der Vagusnerv , der Hauptnerv des Parasympathikus. Ist der Vagus aktiv, verlangsamt sich der Herzschlag und der Körper schaltet in den Erholungsmodus. Ein wichtiges Maß dafür ist die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – also die feinen zeitlichen Schwankungen zwischen den Herzschlägen. Eine hohe HRV zeigt, dass der Körper flexibel auf innere und äußere Anforderungen reagiert und der Parasympathikus die Oberhand hat . Studien belegen, dass in Stresssituationen bestimmte HRV-Parameter (wie SDRR oder RMSSD) sinken – was auf eine gedrosselte vagale Aktivität und eine Dominanz des Sympathikus hindeutet . Im entspannten Zustand hingegen ist die HRV höher, was mit besserer emotionaler Regulation und Wohlbefinden einhergeht. Gerade bei Pferden wird die HRV zunehmend als Indikator für Stress und Entspannung genutzt . So wurde in einer Untersuchung festgestellt, dass nach einer therapeutischen Einheit mit einem Pferd bei den menschlichen Teilnehmern die Herzfrequenz sank und die HRV deutlich , im Vergleich zu einer Kontrolle ohne Pferd . Hohe HRV-Werte sprechen für ein hohes Wohlbefinden , während niedrige Herzfrequenz und Cortisolwerte Entspannung anzeigen. Hier zeigt sich die Wirkung des Vagusnervs direkt messbar: Sobald Entspannung eintritt – etwa wenn ein Tier zu fressen beginnt, normalisieren sich Herzschlag und Atmung , und die variablen Abstände zwischen den Herzschlägen nehmen zu. Der Vagusnerv fungiert also als “Brake”, als Bremse, die den Organismus herunterfährt und in den Ruhemodus versetzt. Für Pferde bedeutet dies: Ein ruhiger, grasender Vierbeiner hat typischerweise einen relativ niedrigen Puls (um die 30–40 Schläge pro Minute in Ruhe) und eine lebhafte Herzfrequenzvariabilität. Ähnliches gilt für Esel, wobei hier individuelle Unterschiede bestehen. Wichtig ist: Fressen aktiviert den Vagusnerv indirekt mit Kauen, Schlucken und Verdauen stimulieren parasympathische Reflexe (daher kommt auch der Begriff “Ruhe und Verdauung”). Es verwundert also nicht, dass Verhaltensweisen wie Kauen oder auch entspannendes Schnauben oft mit einer Zunahme der vagalen Aktivität einhergehen. In einer Studie mit Pferden zeigte z.B. das vermehrte Kauen (sogar “ins Leere kauen”, sogenanntes Vacuum Chewing) nach einem Stressreiz eine Korrelation mit steigender vagaler Aktivität – der Körper versuchte durch diese calming signals in den Ausgangszustand zurückzufinden. Insgesamt lässt sich sagen: Der Vagusnerv und eine hohe HRV sind die stillen Begleiter des grasenden Pferdes oder Esels – sie zeigen, dass das Tier innerlich zur Ruhe gekommen ist und sein autonomes Nervensystem in Balance ist. Grasen als Marker für Sicherheit und Selbstregulation in tiergestützten Settings In der tiergestützten Arbeit – etwa im Coaching oder in der Therapie mit Pferden/Eseln – wird das Verhalten der Tiere oft wie ein Spiegel für die emotionale Lage im Umfeld betrachtet. Wenn ein Pferd während einer Begegnung den Kopf senkt und seelenruhig anfängt zu grasen, kann das ein Marker für Sicherheit im Setting sein. Das Tier signalisiert: “Ich fühle mich hier sicher genug, um zu fressen.” Für Coaches und Therapeut:innen ist dies ein wertvoller Hinweis, dass weder das Tier noch der Mensch in diesem Moment in erhöhter Alarmbereitschaft sind. Grasen wird somit zu einem Zeichen dafür, dass eine Atmosphäre von Entspannung und Vertrauen entstanden ist. In einer Coaching-Session konnte ich etwas Faszinierendes beobachten: Mein Klient atmete endlich durch – und genau in diesem Augenblick senkte das Tier den Kopf und begann genüsslich zu grasen. Dieses scheinbar beiläufige Grasen ist kein Zufall, sondern ein Zeichen dafür, dass sich das Nervensystem beruhigt. Rest and digest in Aktion, könnte man sagen. Für mich der schönste Beweis, dass unser vierbeiniger Co-Coach anzeigt: Hier fühlt sich gerade jemand sicher.” Dieses “zur Ruhe kommen” des Tieres kann für die Klientin ein spürbares Signal sein. Im besten Fall tritt eine ko-regulative Wirkung ein: Die Ruhe des grasenden Tieres überträgt sich auf den Menschen. Tatsächlich haben Untersuchungen gezeigt, dass in solchen Situationen nicht nur das Tier entspannt, sondern auch die Stressparameter beim Menschen sinken – Herzschlag und Cortisol gehen zurück, während die Herzratenvariabilität steigt 8 . Es kommt mitunter sogar zu einer Synchronisierung der Herzschläge von Mensch und Tier, besonders wenn bereits eine vertrauensvolle Beziehung besteht 12 . Dies untermauert, was Praktiker schon lange beobachten: Die Präsenz eines entspannten Tieres kann uns helfen, selbst in einen Zustand von Sicherheit und Selbstregulation zu finden. In der traumasensiblen Arbeit mit Tieren wird dieses Prinzip gezielt genutzt. Ein Pferd oder Esel, das in Anwesenheit eines traumatisierten Menschen anfängt zu grasen , sendet dem Nervensystem des Menschen wichtige Botschaften: Hier und jetzt bist du in Sicherheit. Die nonverbale Kommunikation des Tieres – das ruhige Mahlen der Zähne, das gelegentliche Abschnauben, das entspannte Schwanzschlagen, um Fliegen zu vertreiben – all das sind Signale, die vom menschlichen Unterbewusstsein wahrgenommen werden. Sie können im Klienten ein Gefühl von Geborgenheit 2 auslösen. In solchen Momenten wird das Grasen des Tieres quasi zum Biofeedback-Indikator: Es zeigt an, dass das soziale Nervensystem (ventraler Vagus) aktiv ist und Co-Regulation stattfindet. Viele Coaches beschreiben, dass sie gezielt diese Augenblicke abwarten – z.B. „Jetzt schau mal, dein Pferd frisst ganz entspannt – was macht das mit dir?“ Solche Reflektionen helfen dem Menschen, die eigene innere Beruhigung wahrzunehmen und anzunehmen, dass gerade kein Alarmzustand mehr nötig ist. Natürlich gilt es, den Kontext im Blick zu behalten. Ein Pferd kann auch mal “zum Schein” grasen, etwa um einer Überforderung auszuweichen – das wäre dann ein sogenanntes Übersprungs- oder Beschwichtigungsverhalten. Doch in einem sicheren, freien Rahmen deutet Grasen in der Regel auf echte Entspannung hin. Es ist daher in pferde-/eselgestützten Interventionen ein wertvolles Barometer für die Befindlichkeit aller Beteiligten: Ein grasendes Pferd/ Esel ist ein entspannter (und damit lern- und kontaktbereiter) Zustand. Unterschiede zwischen Pferden und Eseln: Stressreaktionen und Grasen Obwohl Pferde und Esel beide Fluchttiere sind, gibt es doch interessante Unterschiede in ihrem Stressverhalten und damit auch in der Art, wie wir ihr Grasen interpretieren können. Wichtig zu wissen: Esel gelten als stoischere Tiere . Sie zeigen Stress oder Unbehagen oft weit weniger deutlich als Pferde 13, 14 . Dieses „Stillhalten“ ist evolutionsbiologisch begründet: “Der Esel überlebt, indem er Furcht und Schmerz nicht offen zeigt,” erklärt eine Expertin der Donkey Sanctuary 15 . In freier Wildbahn verwirrt ein Esel potentielle Feinde eher, indem er regungslos stehen bleibt, anstatt panisch zu fliehen 16 . Pferde hingegen reagieren bei Gefahr meist sofort mit erhöhter sichtbarer Alarmbereitschaft – Kopf hoch, gespitzte Ohren, weite Augen, Muskelanspannung – und wenn nötig mit schneller Flucht oder Abwehrverhalten 16 . • Pferde: Neigen in Stresssituationen zum Flight-or-Fight . Sie zeigen ihre Anspannung offen: Zum Beispiel können sie nervös umhertraben, den Kopf hochreißen, schnauben oder hektisch mit dem Schweif schlagen. Grasen würden sie in einem akuten Gefahrenmoment kaum – erst wenn sie sich sicher fühlen, senken sie wieder den Kopf zum Fressen. Ein Pferd, das frisst, vermittelt daher relativ eindeutig, dass es keine unmittelbare Bedrohung mehr wahrnimmt. Sollte ein Pferd in einer Trainings- oder Konfliktsituation doch plötzlich zu grasen beginnen, werten Fachleute dies manchmal als Übersprungsverhalten (ähnlich wie ein Mensch, der sich in Stressmomenten nervös eine Zigarette ansteckt) – doch auch das zeigt letztlich, dass das Tier versucht, sich selbst zu beruhigen. • Esel: Esel reagieren auf Stress oft mit Erstarren (Freeze) statt Flucht 16 . Dieses Verhalten kann für Menschen missverständlich sein: Ein Esel, der bei Gefahr wie angewurzelt stehen bleibt, wirkt äußerlich ruhig, obwohl sein Stresslevel hoch sein kann. In solchen Momenten wird ein Esel wahrscheinlich nicht fressen – im Gegenteil, bei großem Stress oder Schmerzen verlieren Esel häufig den Appetit. Tierärzte warnen hier vor der Gefahr der Hyperlipaemie: Bei Eseln kann schon eine kurze Futterverweigerung in Kombination mit Stress zu einem gefährlichen Anstieg der Blutfette führen 17 . Das zeigt, wie empfindlich Esel auf Stress reagieren, selbst wenn es äußerlich nicht dramatisch aussieht. Ein grasender Esel ist also grundsätzlich ebenfalls ein Zeichen von Wohlbefinden und Sicherheit. Esel kauen langsamer und machen öfter Pausen als Pferde; hierbei hilft es, seine normalen Fressgewohnheiten zu kennen. Generell gilt: Zeigt ein Esel ( sowie ein Pferd) Desinteresse am Futter, ist Vorsicht geboten, denn das ist bei ihnen meist ein ernstes Stress- oder Krankheitszeichen 18 . Zusammenfassend kann man sagen, dass Grasen bei beiden Arten ein guter Indikator für Entspannung ist, aber man die unterschiedsweisen Nuancen beachten sollte. Die stoische Art der Esel bedeutet: weniger offensichtliche Stresssignale, was vom Betrachter mehr Achtsamkeit erfordert. Ein Pferd zeigt uns meist klar, wann es angespannt ist – und ebenso klar, wann es wieder entspannt frisst. Ein Esel hingegen versteckt Aufregung oder Schmerz unter Umständen hinter einem scheinbar ruhigen Verhalten 13 . Daher ist bei Eseln das Umfeld und subtile Körpersprache (wie Mimik, Muskelspannung, Ohrenstellung) noch genauer zu beobachten, um echten Frieden von einem möglichen Schreckfrost zu unterscheiden. Fazit Ein friedlich grasendes Pferd oder ein gemütlich fressender Esel verkörpern für uns Menschen ein Bild tiefster Ruhe – und tatsächlich spiegelt dieses Verhalten einen physiologisch regulierten Zustand ihres autonomen Nervensystems wider. Ventral-vagale Aktivierung, vermittelt durch den Vagusnerv, sorgt dafür, dass Herzschlag und Atmung ruhig werden, die Verdauung aktiviert wird und das Tier sich sicher genug fühlt, den Kopf zum Fressen zu senken 1, 2 . Herzfrequenzvariabilität und andere Parameter untermauern wissenschaftlich, was jedes Kind vom Bauernhof kennt: Geht es dem Pferd gut, frisst es in Ruhe (und umgekehrt) 5 ,9 . In Coaching- und Therapiesettings mit Tieren ist dieses Wissen Voraussetzung – ein Marker für die emotionale Aufladung und eine Einladung, in die Entspannung zu finden. Die besondere Magie der Mensch-Tier-Begegnung: Ohne Worte, aber durch verlässliche Körpersignale zeigen uns Pferd oder Esel, wann Sicherheit und Selbstregulation im Raum sind – und erinnern uns damit an unsere eigene Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen. Petra Buchholz arbeitet ausschließlich in einem ruhigen, vertrauten und friedvollen Umfeld, das den Eseln Heimat bedeutet. Alle Parameter sind bestens bekannt und es sind keinerlei Faktoren zu erwarten, die Unruhe auslösen könnten. Daher ist die Grundstimmung der Esel und der gesamten Umgebung stets ruhig und entspannt. Das alles bietet die besten Voraussetzungen, den Klienten die Erfahrung von Ruhe und Entspannung nahe zu bringen. Quellen: Pferde- und Eselfachliteratur aus Ethologie, Neurobiologie und traumasensibler Tierarbeit geben diesen Beobachtungen Rückhalt – von Porges’ Polyvagal-Theorie über aktuelle Studien zur Herzratenvariabilität bis hin zu Praxisberichten aus der Arbeit mit Therapietieren 1 2 11 9 16 13 All dies unterstreicht: Ein grasendes Tier spricht Bände über innere Ruhe und äußere Sicherheit. 1 The Polyvagal Theory and Horses: An Introduction — EQUUSOMA https://equusoma.com/the-polyvagal-theory-and-horses/ 2 3 Equine Body Language: 7 Signs to Recognize – The Horse https://thehorse.com/164730/equine-body-language-7-signs-to-recognize/ 4 5 6 7 11 Physiological outcomes of calming behaviors support the resilience hypothesis in horses | Scientific Reports https://www.nature.com/articles/s41598-018-35561-7?error=cookies_not_supported&code=2107e784-8640-43f9-8ba1- aa7df156a45a 8 9 12 Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität - LICHTBLICKHOF Kinderhospiz https://lichtblickhof.at/2024/04/22/herzfrequenz-und-herzfrequenzvariabilitaet/ 10 Ethological and Physiological Parameters Assessment in Donkeys Used in Animal Assisted Interventions https://www.mdpi.com/2076-2615/10/10/1867 13 15 17 18 Donkeys may seem stoic, but they still feel pain —here's how to spot signs of stress, illness, or discomfort. | Countryfile.com https://www.countryfile.com/animals/horses/donkey-unwell-signs 14 16 Differences between Horses and Donkeys | Donkey & Mule Protection Trust NZ https://donkeymuletrust.org.nz/differences-3/
7. Januar 2026
Was mit Eseln möglich wird. Ein Erfahrungsraum jenseits des Gewohnten. Menschen in verantwortungsvollen Rollen sind es gewohnt, komplex zu denken, Zusammenhänge zu erfassen und Entscheidungen zu tragen. Der Zugang zu Dimensionen, die sich nicht über Analyse erschließen, wird nicht gedacht, sondern erlebt. Die Eselbegegnung eröffnet einen solchen Erfahrungsraum. Sie richtet sich an Menschen, die neugierig sind auf Vertiefung, Klärung und innere Präzision und die offen sind für neue Formen von Information und Wahrnehmung. Der Erfahrungsraum In der Begegnung mit Eseln wird ein Raum betreten, der sich durch Klarheit, Präsenz und eine besondere Form von Ruhe auszeichnet. Das Tier reagiert unmittelbar auf innere Haltung, Spannung und Ausrichtung. Diese Reaktion ist direkt und unverstellt. Für die beteiligten Menschen wird Wahrnehmung dadurch konkret. Innere Zustände zeigen sich im Außen als Resonanz auf das, was gerade wirksam ist. Dieser Zusammenhang ist erfahrbar, ohne erklärt werden zu müssen. Der Raum ermöglicht eine Erfahrungsqualität, für die im gewohnten Leben oft weder Zeit noch Rahmen zur Verfügung stehen. Orientierung entsteht aus dem Erleben heraus. Der Fühlraum Die Eselbegegnung eröffnet einen Fühlraum. Gefühle zeigen sich, ohne erzeugt oder gesteuert zu werden. Ruhe, Irritation, Nähe, Widerstand oder Verbundenheit können ebenso präsent sein wie Ärger, Angst oder Trauer. Entscheidend ist, dass Gefühle in ihrer Tiefe wahrgenommen werden dürfen. In dieser Tiefe werden innere Spannungen, Sehnsüchte, klare Impulse und bislang unartikulierte Informationen zugänglich. Der sichere Rahmen ermöglicht es, diese Ebenen zu betreten, ohne sie festzuhalten oder zu bewerten. So entsteht Zugang zu innerem Wissen, das im rein kognitiven Arbeiten häufig unberührt bleibt. Emotionen als Information Emotionen fungieren in diesem Prozess als Informationsträger. Sie verstärken das, was sich zeigen will, und geben präzise Hinweise auf Stimmigkeit, Richtung und innere Ordnung. Diese Informationen werden nicht abstrakt verarbeitet, sondern körperlich erfahren. Auf dieser Ebene kann sich Orientierung neu ausrichten. Überzeugungen entstehen nicht als gedankliche Konstrukte, sondern als tragfähige innere Ausrichtung, die Handeln selbstverständlich leitet. Die Eselbegegnung schafft den Rahmen, in dem solche Erfahrungen möglich werden. Vertiefung und Integration Die Tiefe dieses Erfahrungsraums zeigt sich darin, dass Menschen an Ebenen in persönlichen Themen oder beruflichen Projekten gelangen, die zuvor nicht zugänglich waren. Entscheidungen gewinnen an Klarheit. Ideen ordnen sich neu. Einflussbereiche öffnen sich. In der begleitenden Arbeit wird das Erlebte weiterentwickelt und in Beziehung zur eigenen Lebens- und Arbeitssituation gesetzt. Es geht darum, das aufzugreifen, was sich gezeigt hat, und daraus Orientierung für den nächsten Schritt entstehen zu lassen. Welche neue Sichtweise ist entstanden, die den eigenen Handlungsspielraum erweitert?
Was davon lässt sich jetzt in Entscheidungen, Ideen oder Projekte überführen? So wird Erfahrung zur Grundlage für eine stimmige Weiterführung dessen, was bereits angelegt ist. Einladung zur Vertiefung Die Eselbegegnung richtet sich an Menschen in Verantwortung, die neugierig sind auf neue Erfahrungsdimensionen. Die Eselbegegnung wird als individuelles 1:1-Setting angeboten. Sie umfasst eine vorbereitende Klärung, die Begegnung selbst sowie eine nachfolgende Einordnung der Erfahrung. Dauer und Ausgestaltung orientieren sich am jeweiligen Anliegen. P etra Buchholz
von Petra Buchholz 7. Oktober 2025
Spielerei oder Lebenselixier?
Eselbaden in Greece,
von Petra Buchholz 26. Februar 2024
" My intention was not to play music in the traditional sense, but feed off of the existing energy in the space and begin to construct a sense of atmosphere, to enhance and support the existing dynamic of the experience." George Tzortzidis
Eselbaden ist eine einzigartige Form der Entschleunigung.
von Petra Buchholz 11. Mai 2023
Eselbaden ist eine einzigartige Form der Entschleunigung. Es ermöglicht uns, eine tiefe Verbindung mit uns selbst und unserer Umgebung aufzubauen und in ein Gefühl von Frieden und Stille einzutauchen. Entdecke die Kraft der sanften Entschleunigung.
von Petra Buchholz 5. Oktober 2021
Our intention through this contribution is to enhance awareness of the issues arising in this pandemic environment. Horses anywhere in the world can help us tremendously. Are you dealing with a conflict right now? Attend this 20-minute online session and change your conflict into an opportunity to grow and transform your life.
Pferd und Seelenfreund. Ahzam El Saada. Er kam aus dem Paradies (El Saada) und ging ins Paradies
von Petra Buchholz 19. August 2021
Eine Botschaft ohne Worte empfange ich in der Begegnung mit Halim. Körperlich greifbar ist die Gänsehaut der beteiligten Personen und die Gefühle, die sich bei beiden einstellen. Physische Reaktionen wie tiefer Atem, langsamer Puls, klare Bilder, die gesehen und und Worte, die gehört werden. Die Stille in der das geschieht ist das Gefäß der Wahrnehmung, das offen und weit bis ins Unendliche reicht.
Unternehmen, Kultur, Werte, New Work, Eselbaden, Sinn,Prof.Dr. Frithjof Bergmann, PAREQUUS, Revision
von Petra Buchholz 13. August 2020
Kultur und Werte beim Eselbaden. PAREQUUS Eselbaden heißt zunächst achtsam den Lebensraum der natürlich lebenden Esel zu betreten. Beispielsweise in einem idyllischen Tal auf der Hochebene der Loreley entspannt dem mäandernden Bach zu folgen. Die Herde bei der Mittagsruhe zu erleben, beim ausgelassenen Spiel des Nachwuchses zuzuschauen. Die Neugier einander näher zu kommen ist uns gemeinsam. Kontakt, ein Spiel von Nähe und Distanz und Präsenz. Schon gesellt sich das weitere Ingredienz dazu: Klarheit. Die Esel wissen genau was sie wollen und jeder kennt seine Bedürfnisse genau, jeder hat seinen Platz in der Herde. Sie fragen proaktiv an, das zu bekommen, was sie brauchen. Sei es mehr Raum , Fellkraulen, Nahrung oder Nähe. Sie setzten Grenzen. Sie sind einander verbunden. Wir beobachten, werden Teil und gehen in Revision ... Die Herde verströmt friedvolle Ruhe. Ihre Konstellation verändert sich ununterbrochen. Jeder einzelne Esel sorgt gut für sich selbst und ist strategisch vernetzt.
Jahresrückblick 2019 Petra Buchholz PAREQUUS Loreley
von Petra Buchholz 24. Dezember 2019
Sehr geehrte Damen und Herren, Ich bin seit 10 Jahren HorseDream® Partner und entwickle mich selbst und meine Arbeit stetig weiter. 2019 war für mich ein sehr ereignisreiches Jahr, in dem ich viel erleben, staunen und lernen durfte. Ich möchte mit ihnen einen kleinen Jahresrückblick auf mein 2019 werfen.
Kunst der Führung, Art of Neo-Leadership, Talente Management, Unternehmenskultur,  Sozialstrukturen
von Petra Buchholz 17. Dezember 2019
Mind over Matter. Theorie und Praxis liegen manchmal weit auseinander. Speziell wenn es um die “weichen” Faktoren im Miteinander geht. Gutes Miteinander kann man nicht verordnen…es ist ein Prozess in dem Vertrauen und Wertschätzung die innere Haltung zu sich selbst und zum Umfeld bestimmt. Was wenn die Anderen nicht mitspielen? Ich mach doch alles richtig! denkt jeder…Es gibt viele Schulungen , die verdeutlichen , welche Skills Sie brauchen um emphatisch zu kommunizieren, Mitarbeiter zu motivieren und sich selbst zu leiten. Viel Theorie und dann klappt die Anwendung trotz der angewandten Modelle zur guten Kommunikation nicht, und Sie fragen sich woran es liegt. Die Spannungsfelder im Alltag existieren immer noch und jeder beharrt auf seiner Position und gute Zusammenarbeit sieht für Sie anders aus. Perspektivwechsel, mehr als Worte. Mein Konzept ist es durch Erleben zu lernen Wir setzten mit PAREQUUS COACHING neurowissenschaftliche Erkenntnisse um. Ich begleite Sie wertschätzend und auf Augenhöhe.
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